Was wurde eigentlich aus… Pierre Larrauri?

„Wer ?“ wird sich der ein oder andere jetzt sicher fragen.

Pierre kam im August 2007 als 13jähriges Talent aus Peru zum FC Bayern München, genauer gesagt sollte er in der U14 spielen, in der C-Junioren-Bezirksoberliga Oberbayern.

Das Gewese damals war immens: Pierre wurde schon damals als der nächste Messi, Maradonna und Kaka gehandelt. Kinder- und Menschenhandel, Profitgier und noch schlimmeres wurden dem FC Bayern angedichtet.

Ehrlich gesagt hatte ich den Kleinen auch total vergessen, bis ich heute las daß Rummenigge der „skrupellosen Praxis“ der Teenager-Transfers Einhalt gebieten wolle.

Pierre hat für den FC Bayern gespielt, aber nicht lange. Er ist (einem gelöschten Wikipedia Eintrag zufolge) am 17. März 2008 nach Perú zurück gegangen, weil er das Heimweh sowie die Sehnsucht nach Freunden und Verwandten nicht mehr ertragen hat.

Hat Rummenigge etwa daraus gelernt? Man kann es nur hoffen, um aller talentierten Pierres dieser Welt willen.
Viel Glück, Pierre!

FC Bayern verpflichtet das 13-jährige Talent Pierre „Pier” Larrauri

Wenn Fussballvereine talentierte, aber vorpubertäre Kinder verpflichten lassen die Beschimpfungen meist nicht lange auf sich warten. Kindesentführung, Menschen- oder sogar moderner Sklavenhandel – die Vorgehensweise der Clubs wird auf alle möglichen Arten verunglimpft.

Dieses mal trifft der Zorn der Wertewächter den FC Bayern München, der letzte Woche noch die Verpflichtung des 13 Jahre alten Peruaners Pier Larrauri dementiert hatte, gestern aber in einem Artikel der Süddeutschen Zeitung in Person des Jugendleiters Werner Kern zugab: „Er kommt für ein Jahr. Mal schauen, wie sich das entwickelt.‘‘.

Der begabte Larrauri, der in Peru bereits als der „neue Lionel Messi“ bezeichnet wird, werde voraussichtlich in der U14 spielen, in der C-Junioren-Bezirksoberliga Oberbayern.

Prinzipiell halte ich so eine Verpflichtung auch nicht für verwerflich. Denn wenn überhaupt einige Verantwortliche ihre soziale Kompetenz im Umgang mit Menschen gezeigt haben, dann die vom FC Bayern. Auch wenn ich das früher, besonders im Bezug auf Transfers und Vertragsverlängerungen niemals so zugegeben hätte, bin ich mir 100%ig sicher, daß sich Uli Hoeness und Werner Kern ihrer Verantwortung für den Kleinen mehr als bewusst sind.